Gebrauchtkauf

Fragen, Anregungen, Tipps - was einem so zur Bonnie, Thrux und Scrambler einfällt.
MrHorsepower
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Gebrauchtkauf

Beitragvon MrHorsepower » 9. Okt 2017, 16:05

Hallo Forum,

wie ich in der Vorstellungsecke bereits geschrieben habe, bin ich gerade in den Endzügen für den A-Führerschein :hm: . Inzwischen ist mir ein Bonneville T100 ans Herz gewachsen und ich würde gerne in Erfahrung bringen auf was man beim Gebrauchtkauf besonders achten soll. Oder, anders gefragt, gibt es bei diesem Modell spezielle Themen auf die man besonders achten muss?

Als Beispiel mal ein paar Eckdaten:
Baujahr 2009
30.000 km
68 PS
865 ccm

Für ein paar Komemntare wäre ich dankbar :+sos:

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tengo bonnie
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon tengo bonnie » 9. Okt 2017, 18:56

Achte auf das, worauf man bei einem gebrauchten Fahrzeug immer achten muss. Bekannte Schwachpunkte hat so eine Bonnie nicht. Einfach kaufen, wenn die Fahrzeughistorie stimmt und der km- Stand nachvollziehbar ist. Lassen sich die Wartungen nachvollziehen?
Herzlichen Gruß
Eberhard

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Benjamin Bonneville
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon Benjamin Bonneville » 10. Okt 2017, 12:28

Das wären so meine "üblichen verdächtigen":

- Lenkkopflager (kein Spiel, kein Rasten)
- Gabel (Simmerringe dicht, leichtgängig - Führungen nicht verschlissen)
- orig. Federbeine (nicht verölt, noch gute Dämpfung)
- Auspuffstehbolzen heil
- Schwingenlager (bei Bonneville eigentl. kein Thema)
- Speichen (bes. hinten) alle heil (brechen gerne)
- Chrom (bes. Felgen, Krümmer) noch gut oder "aufpoliert"?
- Ventile bei 20.000 km eingestellt? Serviceheft oder andere Nachweise...
- wurde etwas "getunt"? SLS entfernt, Luftfilterkasten, Mapping, Schalldämpfer - das muss alles zusammenpassen
- Und natürlich: Zustand Kette (noch erste?), Bremsscheiben / -beläge, Batterie (noch erste?), Reifen?

Wenn die Karre gut behandelt worden ist, müsste das alles kein Thema sein. Achte drauf, dass entweder alle Umbauten eingetragen bzw. mit ABE oder die orig. Teile dabei sind.
Wenn Du sie mit den o.g. Eckdaten und in gutem Zustand für < 5.000,- EUR bekommst, machst Du nichts verkehrt.

:wink+:
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon MrHorsepower » 11. Okt 2017, 15:44

Vielen Dank für die konstruktiven Anregungen, das hilft schon weiter :+top:

Hab da noch ne Frage :fra:

Wie wirkt sich der Unterschied zwischen den Vergaser- & Einspritzermodellen auf die Performance aus? Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Einspritzermodelle "kastrierte" Bikes sind.

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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon Benjamin Bonneville » 11. Okt 2017, 15:55

...
Wie wirkt sich der Unterschied zwischen den Vergaser- & Einspritzermodellen auf die Performance aus? Irgendwo hatte ich gelesen, dass die Einspritzermodelle "kastrierte" Bikes sind.

"Kastriert" sind sie beide, wenn sie nicht "entkorkt" sind :oops:
Wie dabei die Unterschiede sind, kann ich nicht sagen, da noch nie eine EFI gefahren.
Aber "freie Atmung" ist bei beiden sehr zu empfehlen.
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon tengo bonnie » 11. Okt 2017, 16:57

Zum Unterschied Vergaser/Einspritzer findest Du in diesem Forum hundert Beiträge (älteren Datums). Meine immer gleichlautende Antwort: echt egal, nimm was Du in einem guten Zustand und für einen vernünftigen Preis bekommst.
Herzlichen Gruß
Eberhard
Suche mal im Forum, wir haben das vor nicht zu langer Zeit mal wieder diskutiert!

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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon MrHorsepower » 12. Okt 2017, 13:44

"Kastriert" sind sie beide, wenn sie nicht "entkorkt" sind :oops:
Wie dabei die Unterschiede sind, kann ich nicht sagen, da noch nie eine EFI gefahren.
Aber "freie Atmung" ist bei beiden sehr zu empfehlen.
Okay, freier Weg für freie Abagse. :333:

Sorry, wenn ich da nochmal nachhake, ich selbst, bin technisch untermotorisiert veranlagt :+sorry: (Noch! Hatte bisher einfach nicht den Bedarf). Wenn die Rohre dann rauslassen was raus will, wie wirkt sich das aus?
Zum Unterschied Vergaser/Einspritzer findest Du in diesem Forum hundert Beiträge (älteren Datums).
Hatte die SuFu schon angewandt, aber irgendwie bin ich nicht auf die Antwort meiner Frage gestossen.

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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon Benjamin Bonneville » 12. Okt 2017, 15:15

...Okay, freier Weg für freie Abagse. :333:
Geht nicht nur um die Abgase. Viel wichtiger ist genug frische Luft und die richtige Menge Sprit dazu. Schalldämpfer mit "aktiver Verkehrssicherheit" gehören dann dazu. :wink:
Wichtig: Alle Veränderungen müssen immer zusammen passen. Wenn Du technisch nicht so sicher bist, mach' das bitte, bitte nicht selbst.
...Wenn die Rohre dann rauslassen was raus will, wie wirkt sich das aus?
Nun, mehr "Druck" in allen Lebenslagen - und es läuft einem kein Schwerhöriger mehr vors Moped... :oops:
Aber: Oft nicht legal! :fra:
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon tengo bonnie » 12. Okt 2017, 21:39

Wenn die Rohre raus lassen was will: ABE futsch. Aber auch das schon X-mal diskutiert. Versicherungsschutz erlischt nur dann, wenn die Veränderungen für einen Unfall ursächlich waren.
Ich habe im Moment keine Ahnung, wer diese Frage in einer unklaren Situation beweisen muss. Muss sich der, der sein Motorrad getunt hat entlasten? Oder muss die Versicherung, die Rückgriff nehmen will, die Ursächlichkeit der Tuningmassnahme für den Unfall beweisen?
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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon bandit » 13. Okt 2017, 05:29

Normalerweise muss immer dem Angeklagten seine Schuld bewiesen werden und nicht umgekehrt.
Verwechsel meinen Charakter nicht mit meinem Verhalten....

Mein Charakter bin ICH, mein Verhalten hängt von Dir ab.

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Re: Gebrauchtkauf

Beitragvon Bezet » 13. Okt 2017, 06:46

Normalerweise muss immer dem Angeklagten seine Schuld bewiesen werden und nicht umgekehrt.
Na ja, wenn die Versicherung die Leistung kürzt, verklagt sie den VN ja nicht, sie zahlt halt nicht. Der VN muss dann seine Versicherung belangen, wenn er die nicht geleistete Kostenübernahme erreichen will. Und somit dreht sich die Beweisführung um.

... aber auch nur gefährliches Halbwissen. Ich hatte mal vor vielen Jahren einen ähnlich gelagerten Fall und die Versicherung hat dann auf Kulanzbasis reguliert, aber inzwischen hat sich in dieser Branche viel geändert...


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