Führerschein besser NICHT mitführen?

Benzin und sonstiges reden ...
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Erpel
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Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Erpel » 17. Mai 2017, 09:04

Die Gerade ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten - eine Kurve die schönste!Bild

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Multirider
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Multirider » 17. Mai 2017, 09:15

Interessante Theorie ...
Aber einleuchtend. Werde ich ab jetzt so machen.

Gruß Rudi
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Allgeier » 17. Mai 2017, 09:21

Dort wo ich nicht bin ist es schön...

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Erpel
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Erpel » 17. Mai 2017, 09:32

Interessante Theorie ...
Aber einleuchtend. Werde ich ab jetzt so machen.

Gruß Rudi
ich auch ...
Die Gerade ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten - eine Kurve die schönste!Bild

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highgate
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon highgate » 17. Mai 2017, 10:12

Ich habe hier in Spanien all meine Dokumente nur in Kopie dabei, da bei Verlust/Diebstahl eine Wiederbeschaffung von hier aus sehr umständlich wäre.
Un saludo de espana, Hans-Jürgen

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MAX
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon MAX » 17. Mai 2017, 10:44

Wer dieser Idee folgen möchte, sollte unbedingt ein anderes amtliches Ausweisdokument mit Foto dabei haben. ( Kopien müsen übrigens nicht akzeptiert werden) Ansonsten sind Sistierungen zur Feststellung der Identität und Sicherstellung der Fahzeugschlüssel möglich.
Allerdings möchte ich betonen, dass die allermeisten Mitarbeiter der "Rennleitung" auch nur ihre Arbeit machen und häufig auch gutwillig sind.

Außerdem ist die Sicherstellung des Führerscheins bei Drogenbeeinflussung nur dann korrekt, wenn auch entsprechende Ausfallerscheinungen vorliegen. Gerötete Augen etc. sind keine Ausfallerscheinungen.

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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Toktok » 17. Mai 2017, 10:56

diese juristische Spitzfindigkeit verstehe ich nun echt nicht, weil völlig überflüssig: wir würden doch NIEMALS mit geröteten Augen, unter Drogen- oder sonstigen Einflüssen von irgendwelchen Rauschmitteln aufs Mopped steigen. Geschweige denn der Rennleitung einen anderen Grund liefern, die den sofortigen Entzug der Pappe rechtfertigen würde... :oops:

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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon mattes68 » 17. Mai 2017, 11:37

Wenn es um Drogeneinfluß geht, dürfte hier fast die Hälfte der 18 - 35 Jährigen keinen Lappen mehr haben. Jeden Tag ist die Zeitung voll davon. Da kann ich nur den Kopf schütteln ob soviel Blödheit.
Meinen Führerschein habe ich immer im Original dabei, Hühneraugenpflaster und Venensalbe sind wohl nicht im Visier der Fahnder..........

Gruß Mattes.
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon fordprefect » 17. Mai 2017, 11:54

Ich persönlich würde eine deutlich stärkere Alkohol- und Drogenkontrolle im Straßenverkehr befürworten. Gerne auch am Sonntagmittag auf der Heimfahrt vom Weinfest ! In der überwiegenden Anzahl der Fälle wird eine Fahruntüchtigkeit erst durch ein Fehlverhalten des Delinquenten erkannt. Dafür bräuchten sich Verkehrsministranten, Landrater und Bürgenmeister nicht so sehr an der Zahl ihrer ach so tollen neuen Blitzer berauschen und nicht den Renault Twingo (Zitat aus NRW) zum Staatsfeind Nummer 1 erklären !!

Gruß, Fordprefect
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Thrux-Tom » 17. Mai 2017, 14:54

Ich will ja hier niemandem die Illusionen rauben, aber es ist formaljuristisch fast egal, ob ihr den Führerschein dabei habt oder nicht. Die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis hat mit der Beschlagnahme/Sicherstellung erst einmal nichts zu tun. Die Fahrerlaubnis ist die Berechtigung zum Führen eines KFZ. Der Führerschein ist ein Dokument zum Nachweis dieser Berechtigung. Nur weil man den Führerschein noch hat, bedeutet das nicht, dass man auch die Berechtigung notwendiger Weise hat. Die Beschlagnahme des Führerscheins erfolgt auch nur deshalb, um dem Delinquenten die Möglichkeit zu nehmen, in einer Kontrolle eine (vermeintlich noch bestehende) Berechtigung zum Führen des KFZ vorzutäuschen.

Vorraussetzung ist einfach ein dringender Tatverdacht und eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Fahrerlaubnis im späteren Verfahren tatsächlich entzogen wird. Dann beschlagnahmt der Beamte vor Ort den Führerschein, weil das im Zuge des Verfahrens dann so oder so passieren würde (wer den Führerschein nicht dabei hat, riskiert einfach nur eine spätere Wohnungsdurchsuchung). Direkt im Nachgang wird mit der Strafanzeige die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis beantragt, diese muss richerlich bestätigt werden. Gemäß §111a Abs. 3 StPo gilt wirkt die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis zugleich als Anordnung der Beschlagnahme des Führerscheins. Nach der Zustellung des Gerichtsbeschlusses dürfen dann keine fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeuge mehr geführt werden - unabhängig davon, ob man noch im Besitz des Führerscheins ist oder nicht.
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Sepp » 17. Mai 2017, 16:57

Ich will ja hier niemandem die Illusionen rauben, aber es ist formaljuristisch fast egal, ob ihr den Führerschein dabei habt oder nicht.


Sorry, da muss ich widersprechen. In dem Moment, in dem der Beamte den Führerschein nicht vor Ort sicherstellen kann, geht das entsprechende Verfahren zwar seinen Gang - bis zu einem Urteil/Strafbefehl aber ist es weiterhin möglich, zu fahren. Erst wenn in einem Urteil/Strafbefehl rechtwirksam der Einzug des Führerscheins verfügt wurde, muss der Lappen - meist innerhalb einer bestimmten Frist - abgegeben werden.

Folgende Begebenheiten aus meinem Kraftfahrerleben:

1. Von der Polizei angehalten, Atemalkohol 1,1 Promille, Führerschein eingezogen. Damit durfte ich de facto kein Kraftfahrzeug mehr führen. Bluttest ergab später 0,8 Promille (damals die Grenze des Erlaubten), dennoch kam es zum Prozess, weil die StA gern "zurückrechnen" wollte. Bis zum Prozess gingen sage und schreibe 3 Monate ins Land - im Gerichtssaal habe ich dann meinen Lappen wiederbekommen. Entschädigung für die 3 Monate: Fehlanzeige.

2. Jahre später gestoppt mit 0,8 Promille (zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erlaubt), angegeben, den Führerschein nicht dabei zu haben. Die Kollegen von der Rennleitung waren so nett, mich nach Hause zu fahren, damit ich den Lappen suchen kann. Habe ihn natürlich nicht "gefunden"... Ergo: Bis zum Strafbefehl war es mir möglich, zu fahren - den Zeitpunkt, wann ich vier Wochen zu Fuß gehe, habe ich mir aussuchen können.

3. Es ist durchaus möglich, erst einmal zu erklären, keinen Führerschein dabei zu haben. Stellt sich dann im Laufe der Kontrolle heraus, dass alles halb so wild ist, kann man den Lappen ja plötzlich doch " finden". So umgeht man sogar das Ordnungsgeld wegen Nichtmitführens der Fahrerlaubnis.

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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon T4one » 17. Mai 2017, 17:27

Also ich nehme meinem Lappen immer mit....und lass einfach den Alkohol weg. :lol+:


Gruß
Michael
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. (Albert Einstein)

Sepp
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Sepp » 17. Mai 2017, 17:46

Also ich nehme meinem Lappen immer mit....und lass einfach den Alkohol weg. :lol+:

Gruß
Michael

DAS ist natürlich das Allerbeste! :+top:

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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon MAX » 17. Mai 2017, 18:30

Sepp, ich möchte dir widersprechen - und zwar zu dieser Aussage:
"Sorry, da muss ich widersprechen. In dem Moment, in dem der Beamte den Führerschein nicht vor Ort sicherstellen kann, geht das entsprechende Verfahren zwar seinen Gang - bis zu einem Urteil/Strafbefehl aber ist es weiterhin möglich, zu fahren. Erst wenn in einem Urteil/Strafbefehl rechtwirksam der Einzug des Führerscheins verfügt wurde, muss der Lappen - meist innerhalb einer bestimmten Frist - abgegeben werden."

Wer beim Führen von Fahrzeugen unter Alkohol oder Drogen im Straftatbereich ( nur dann kommt es zur Sicherstellung/Beschlagnahme des FS) erwischt wird, ist per Gesetz charakterlich zum Führen von KFZ untauglich. Es dauert mit der Einziehung des FS auch nicht bis zum Urteil/Strafbefehl, sondern auf der Grundlage des 111a STPO schon deutlich schneller, nämlich ca. 1 Woche nach der Tat. Manchmal geht es auch noch schneller.

Schade, dass die allerwenigsten mal wirklich mitbekommen, was so bei einem deftigen rauschbedingten Unfall so alles passiert. Übrigens sind viele aufgrund ihrer Enthemmung oft noch große Helden, aber das Zittern und Zähneklappern kommt.

Sepp
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Re: Führerschein besser NICHT mitführen?

Beitragvon Sepp » 17. Mai 2017, 19:11

Wer beim Führen von Fahrzeugen unter Alkohol oder Drogen im Straftatbereich ( nur dann kommt es zur Sicherstellung/Beschlagnahme des FS) erwischt wird, ist per Gesetz charakterlich zum Führen von KFZ untauglich. Es dauert mit der Einziehung des FS auch nicht bis zum Urteil/Strafbefehl, sondern auf der Grundlage des 111a STPO schon deutlich schneller, nämlich ca. 1 Woche nach der Tat. Manchmal geht es auch noch schneller.

Zunächst schreibst du selbst "im Straftatbereich". Der beginnt beim Alkohol bei 1,1 Promille. Das, was dazwischen liegt, nämlich 0,5 bis 1,09 Promille, ist eine Ordnungswidrigkeit. Dennoch wird jeder Polizist zunächst den Führerschein beschlagnahmen, sofern ihn der Fahrer herausgibt - allein schon, um eine zeitnahe Wiederholung des Vergehens zu verhindern. Dazu sind die Beamten im Übrigen sogar verpflichtet.

Und selbst bei Werten über 1,1 Promille muss zunächst das Ergebnis eines gerichtsverwertbaren Alkoholtests ("Pusten" zählt nicht) abgewartet werden, bevor - auch nach §111a StPO - der Führerschein entzogen werden kann. Und das kann ohnehin nur ein Richter entscheiden und ganz sicher kein Polizeibeamter (siehe auch §111a StPO III). Und "per Gesetz" ist niemand "charakterlich zum Führen von KFZ untauglich" - das wiederum muss in einer Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung festgestellt werden.


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