Kein TÜV wegen Ochsen...

Benzin und sonstiges reden ...
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EintrachtLöwe
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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon EintrachtLöwe » 12. Okt 2017, 06:43

Ber der Gelegenheit, habe vor kurzem einen seitl. Kennzeichenhalter beim TÜV des Vertauens meines Händlers eintragen lassen.
Der hat auch alles ohne Anstand akzeptiert, auch wenn das kurze amerikanische Heck verbaut war...
Lange Rede kurzer Sinn, er hat mich auf die fehlenden (abgefallenen) seitlichen Reflektoren von der Gabel aufmerksam gemacht und sagte, dass Sie da wg. Euro4 Freigabe schon drauf schauen.
Da bin gespannt wie das in der Tat bei den ersten Euro4 Modellen hier läuft.

@Jörn: Ich vermute der Typ hatte von Tuten überhaupt keine Ahnung, sonst wären. Das mit dem Lenker nicht so einfach durch gegangen.

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Gerhahn
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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon Gerhahn » 16. Okt 2017, 10:45

Und siehe da, es gibt eine ABE für meinen Roadster Lenker für meine Bonnie (also nicht eintragen lassen müssen :wink: ).
Da wurde mir wieder genau das Gegenteil erzählt: "ABE befreit nicht von Eintragung." :lol+:
Hi Leute,
seltsam, seltsam, dabei sollte das doch eindeutig geregelt sein.

Folgende kuriose Geschichte spielte sich bei meinem letzten DEKRA-Termin im September mit meiner jetzt umgebauten Thruxton 900 ab:

Ich habe kürzlich die LSL-Fußrastenanlage mit den Race-Fußrasten montiert, hatte aber vergessen, die Unterlagen mit zum HU-Prüftermin zu nehmen.
Der Prüfer fragt also nach ABE, Eintragung im Fahrzeugschein oder Teilegutachten. Ich gebe mich ahnungslos und sage, die Rastenanlage hätte meines Wissens ABE aber ich könne mich nicht erinnern, ob ich dazu ein Dokument erhalten hätte. Er schaut sich die Anlage genauer an, findet auf der Raste (!) eine KBA-Nummer und sucht im Internet nach der ABE. Er findet die ABE und sagt "alles klar, aber von jetzt an das ABE-Dokument immer dabei haben. Eine Eintragung im Fahrzeugschein ist aufgrund der vorhanden ABE NICHT erforderlich." HU bestanden und Plakette erhalten. :+x+:

Zuhause angekommen, prüfe ich nochmal meine Dokumente und finde doch tatsächlich ein Teilegutachten der Rastenanlge mit dem klaren Hinweise, die Rastenanlage sei unmittelbar nach Einbau bei einer Prüfstelle vorzuführen und in die Fahrzeugpapiere einzutragen! Die KBA-Nummer, die der Prüfer gefunden hatte (und die zugehörige ABE) galt nur für die Rasten, nicht aber für die ganze Anlage. :o

Fazit:
1. Die Prüfer scheinen nicht immer den Durchblick zu haben :bekloppt:
2. Glück gehabt... :oops:
3. Mit ABE keine Eintragung erforderlich, aber ABE Dokument muss man immer dabei haben :+rtfm:
4. Eintragung nach Einzelabnahme erforderlich, wenn nur Teilegutachten vorliegt :$-):
5. Muss also demnächst nochmal hin und die Anlage eintragen lassen :wink+:
6. Kellermann Mini-LED-Blinker mit E-Prüfzeichen wurden vom Prüfer keines Blickes gewürdigt
Zuletzt geändert von Gerhahn am 16. Okt 2017, 10:49, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß Gerald

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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon Gerhahn » 16. Okt 2017, 10:47

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Gruß Gerald

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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon Kabelbinder » 16. Okt 2017, 11:56

..jetzt mal Butter bei die Fische:

Ochsenaugen an den Lenkerenden:
- bis EZ 01.01.1987 ohne hintere Blinker zulässig
- ab 01.01.1987 nur in Verbindung mit hinteren Blinkern.
Abstand zueinander min. 560mm; Abstand zum Scheinwerfer min 100mm,

ABE:
-meistens ohne Eintragung (muss aber nicht zwangsläufig so sein) Verwendungszweck und Auflagen beachten!

Teilegutachten:
Es muss immer eine Änderungsabnahme nach § 19/3 erfolgen. Dabei ist das Bauteil für das Fahrzeug geprüft und es wird nur der Anbau geprüft. Darf von allen Überwachungsorganisationen durchgeführt werden. Meistens reicht es, wenn man danach nur das 19/3 Blatt mitführt. Auch hier gilt:Verwendungszweck und Auflagen beachten! Steht z.B. bei Verwendungszweck nur die Bonnie drin, aber das Teil soll an eine Thruxton dann muss eine "Einzelabnahme" nach§ 19/2 erfolgen. Darf im Westen nur vom TÜV und im Osten nur von der DEKRA durchgeführt werden. Eine Berichtigung der Fahrzeugpapiere ist unverzüglich erforderlich!
Zuletzt geändert von Kabelbinder am 16. Okt 2017, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.
Nenn mich nicht Biker, ich habe dir auch nichts getan.

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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon Kabelbinder » 16. Okt 2017, 11:57

... ABE und 19/3 Blatt muss mitgeführt werden. Bei Bauteilen mit E-Prüfzeichen müssen bei uns keine Nachweise mitgeführt werden.
(Dies soll nur eine grobe Auflistung sein. )
Gruß
Ulli
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Re: Kein TÜV wegen Ochsen...

Beitragvon Gerhahn » 16. Okt 2017, 15:49

..jetzt mal Butter bei die Fische:

Ochsenaugen an den Lenkerenden:
- bis EZ 01.01.1987 ohne hintere Blinker zulässig
- ab 01.01.1987 nur in Verbindung mit hinteren Blinkern.
Abstand zueinander min. 560mm; Abstand zum Scheinwerfer min 100mm,

ABE:
-meistens ohne Eintragung (muss aber nicht zwangsläufig so sein) Verwendungszweck und Auflagen beachten!

Teilegutachten:
Es muss immer eine Änderungsabnahme nach § 19/3 erfolgen. Dabei ist das Bauteil für das Fahrzeug geprüft und es wird nur der Anbau geprüft. Darf von allen Überwachungsorganisationen durchgeführt werden. Meistens reicht es, wenn man danach nur das 19/3 Blatt mitführt. Auch hier gilt:Verwendungszweck und Auflagen beachten! Steht z.B. bei Verwendungszweck nur die Bonnie drin, aber das Teil soll an eine Thruxton dann muss eine "Einzelabnahme" nach§ 19/2 erfolgen. Darf im Westen nur vom TÜV und im Osten nur von der DEKRA durchgeführt werden. Eine Berichtigung der Fahrzeugpapiere ist unverzüglich erforderlich!

... ABE und 19/3 Blatt muss mitgeführt werden. Bei Bauteilen mit E-Prüfzeichen müssen bei uns keine Nachweise mitgeführt werden.
(Dies soll nur eine grobe Auflistung sein. )
Gruß
Ulli
Hallo Kabelbinder,

danke für die Klarstellung. :+++:
Gruß Gerald

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