Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

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Yannic
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Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Yannic » 10. Okt 2017, 21:03

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Lange hat es gedauert, bis wir dazu gekommen sind die neue Thruxton 1200R mal richtig mit auf Tour zu nehmen und auf Herz & Nieren zu testen.
Das lag natürlich auch daran, dass wir unsere geliebten luftgekühlten Twins lieber gefahren sind und der R vorgezogen haben.

Ich muss auch ganz klar sagen, dass die ersten Fahrten (original Zustand, außer dem Auspuff) nicht grade für Liebe auf den ersten Blick gesorgt haben. Ehrlich gesagt waren wir alle ein wenig enttäuscht von dem Bike. Die Gasannahme war irgendwie so weich, Die halb hohen Stummel nichts Halbes und nichts Ganzes, da kam einfach keine richtige Begeisterung rüber. Das Motorrad fühlte sich einfach nicht an wie ein Bike das 97PS hat. Man muss aber natürlich dazu sagen, dass wir durch unsere getunten luftgekühlten, sehr spritzigen und aggressiven Bikes, etwas verwöhnt sind.

Aber jetzt zu dem positiven. Wir haben uns vor unserem jährlichen Spanien Urlaub dafür entschieden die Thruxton R mit zu nehmen und ihr eine Chance zu geben (Natürlich nicht ganz original).

An der Thruxton wurden unsere Raisch-Racing Nockenwellen, ein offener Luftfilterdeckel, X-Pipes (Vorschalldämpfer + Kat Ersatzrohr), Remus & PC5 (+ Abstimmung auf dem Leistungsprüfstand Kurve siehe unten) verbaut. Nach den Abstimmungen sind wir natürlich noch ein paar Proberunden hier bei uns zuhause gefahren. Und was soll ich sagen jetzt erfüllt das Motorrad die Erwartungen einer 1200ccm Maschine! Sie hängt spontan am Gas, hat Bums ohne Ende & die Puste geht ihr oben rum auch nicht mehr so aus. Außerdem kann sie die 500 U/min echt gut vertragen. Denn mit dem Pc5 dreht sie jetzt bis 7.500. Dazu kommt der BRACHIALE Klang in Verbindung mit der Remus und dem ausgebautem KAT. Das ist echt ein Gedicht für die Ohren!!!

Vor dem Urlaub hat Christopher noch seine feine Hände an das Fahrwerk angelegt und das genau auf uns abgestimmt (In der Gabel wurde ein anderes Shim Paket + anders Gabelöl verbaut was aus der guten Gabel eine TOP Gabel macht, & Öhlins Blackline Dämpfer mit anderem SetUp). Außerdem wurden flache Stummel verbaut, die aus einer Komfort Position ein richtig sportliche macht (Wir sind der Meinung wenn Stummel dann richtig, ansonsten Superbike Lenker).

Christopher war die ersten 2.Wochen mit dem Bike unterwegs und war von Anfang an total begeistert von dem Motorrad. Er rief mich ab und an schon aus dem Urlaub an und seine Worten waren: „Man kann ich mit dem Dingen fliegen lassen, Rasten sind am schleifen, der Reifen sieht aus wie ein Rennreifen und ist bis auf die letzte Kante runter gefahren. Achja und das Knie schrappt auch fast in jeder Kurve :-D“.

Ich war allerdings immer noch skeptisch ob ich mit der guten warm werde. Denn ich bin noch nie auf Tour gewesen mit einem Stummel Motorrad. Damit fahre ich sonst eigentlich nur hier bei uns zuhause ein bisschen durch dir Gegend. Denn ich fahre sonst lieber mit hohem Lenker, da ich sonst schnell Handgelenk Probleme bekomme.

2.Wochen später bin ich mit dem Flieger nach Spanien zu Christopher und musste gleich am ersten Tag direkt auf den Bock! Als ich vor der Fahrt den Reifen gesehen habe hab ich schon nicht schlecht gestaunt (siehe Fotos).

Die ersten Meter auf den Straßen (enge Kurvenstrecke) dachte ich mir ouhhh ob das wohl so tolle 2 Moppet Wochen werden ? Hat also echt nicht sofort geklappt. ABER einige km und Kurven (jetzt wurden sie auch schön langgezogen und einsichtig) kam ich immer besser klar. Bis ich dann richtig gut klar kam. Der Knieschleifer hat auch fast immer den Asphalt geküsste, die Rasten haben geschliffen und der Reifen wurde bis an die Kante gefahren. Sprich auch ich war nach der ersten Tour total begeistert von dem Bike! Klar es hat noch ein paar Ausflüge gedauert bis ich auch in engen Kurven so gut klar kam wir mit meiner Scram aber auch das ging hinterher. Also alles in allem hat das Motorrad einfach nur einen Mords Spaß gemacht. Der Motor mit den Maßnahmen ist einfach nur aller erste Sahne. Ich bin sehr gespannt wie das aussieht, wenn irgendwann mal noch der Kopf, Luftfilterkasten etc. gemacht sind. Die Fahrbarkeit mit den paar Kleinigkeiten die wir am Motorrad gemacht haben hat mich auch einfach nur vom Hocker gehauen. Dass man mit so wenig Aufwand aus einer modern classic Triumph so eine Fahrmaschiene bekommt ist schon geil. Da kann sich auf kurvigen Stecken auf der Straße jeder SuperSportler warm anziehen.

Einzige Kritikpunkte die uns bei dem Bike aufgefallen sind: Die Traktionskontrolle ist zwar nice to have und in normalen Betrieb auch echt gut! Aber wenn man richtig am Kabel zieht nicht zu gebrauchen. Da muss man sie einfach ausschalten. Beim etwas härter ans Gas gehen oder kleinen Unebenheiten wenn man durch lädt regelt sie sofort alles weg, obwohl da nichts am rutschen ist. Außerdem setzen die Rasten bei ordentlich Schräglage auf :-D. Allerdings ist das meckern auf hohem Niveau das macht fast jedes Motorrad und die Thruxton R für so eine Art von Motorrad eigentlich echt spät.

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Zuletzt geändert von Yannic am 11. Okt 2017, 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Bobbele » 10. Okt 2017, 21:39

super Beitrag, tolle Fotos und einfach ein mega geiles Bike :+top:

kann es kaum abwarten, jetzt übern Winter etwas zu basteln und ein Tuning Kit bei euch zu ordern :+x+:
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon MBHH » 10. Okt 2017, 21:46

Moin Großer,

da haste die Lady aber richtig ran genommen :+x+: :+x+: :+x+: wie sich das gehört :D

Schöner Bericht :+++:

..und das alles OHNE seitliche Reflektoren :roll: :lol+: :lol+: :lol+:

Grüße aus Hamburg

Micha
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Rainman » 11. Okt 2017, 06:01

Moin Yannic,

vielen Dank für diesen schönen informativen Beitrag. Sportkameraden werden es der Firma Raisch danken, dass ihr ein solches Testprogramm fahrt.
Fahrensmänner werden von euren Bemühungen profitieren.

Mit Fahrergruß der Rainman
Der Herr behüte meine "Black Lady"

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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Eiskaffee » 11. Okt 2017, 06:35

Danke für den tollen Bericht. Das steigert die Vorfreue auf Urlaub und Stage-4!
Thomas

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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon ferraristipit » 11. Okt 2017, 07:35

kann mich nur anschliessen..

toller Bericht :+++: :+++: :+++:

Gruß

Pit
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon a.frostie » 11. Okt 2017, 10:20

Sehr schöner Umbau, wiedereinmal :+top:
Das schwarze Fahrwerk steht der R, wäre für mich ein "must have".

Als AC Fahrer ist es für mich unvorstellbar, dass 1200 ccm und knappe 100 PS zu wenig sein können :-) .
Grüße vom Bodensee
Frostie

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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Thrux-Tom » 11. Okt 2017, 10:41

Wunderschöne Bilder, toller Bericht! Macht wirklich Lust darauf, die eigene Maschine zu pimpen. :+top:
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon highgate » 11. Okt 2017, 11:18

Also mir, und das gilt halt nur für mich, reicht die Leistung hier im spanischen bergigen Hinterland aber vollkommen. Ich fahre auf keine Rennstrecke, schleife nicht mit den Knien am Boden, sondern lasse es nur richtig " krachen " und dafür reicht mir die Leistung, speziell von unten raus !
Un saludo de espana, Hans-Jürgen

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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon BlueQ » 11. Okt 2017, 11:27

Brachialer Klang. Der Knieschleifer hat auch fast immer den Asphalt geküsst, die Rasten haben geschliffen und der Reifen wurde bis an die Kante gefahren.
Ach süsser Vogel Jugend.
Und mit 16 noch kein Führerschein, der weggenommen werden kann :-)

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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Thrux-Tom » 11. Okt 2017, 11:35

Brachialer Klang. Der Knieschleifer hat auch fast immer den Asphalt geküsst, die Rasten haben geschliffen und der Reifen wurde bis an die Kante gefahren.
Ach süsser Vogel Jugend.
Und mit 16 noch kein Führerschein, der weggenommen werden kann :-)
Aufgrund von Knieschleifen den Lappen verlieren? Man kann mit 80km/h (je nach Kurvenradius mit x-beliebiger Geschwindigkeit) mit den Knien am Boden sein. Das hat nichts mit Rasen oder gefährlicher Fahrweise zu tun...
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Bezet » 11. Okt 2017, 12:12

Wenn alle Umbauten eingetragen sind, kann man das ja mal auf öffentlichen Straßen machen. Falls nicht... nun ja, ich war früher auch unbesorgter. Heute überwiegt der Gedanke an die Konsequenzen, was nach einem Unfall passiert, wenn das bike zur Überprüfung sichergestellt wird...

... die Bilder sind sehr schön, vor allem die schwarze Gabel würde mir auch gefallen.

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Yannic
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Yannic » 11. Okt 2017, 16:14

Sehr schöner Umbau, wiedereinmal :+top:
Das schwarze Fahrwerk steht der R, wäre für mich ein "must have".

Als AC Fahrer ist es für mich unvorstellbar, dass 1200 ccm und knappe 100 PS zu wenig sein können :-) .
Das habe ich mir am Anfang auch immer gedacht. Aber die angegebenen knapp 100 PS fühlen sich beim fahren einfach nicht wie 100 an. Ich hätte jede etwas schwar gemacht 865 mit 80-85 Ps dem 1200er original Motor vorgezogen, da er einfach mehr SPaß macht zu fahren.
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon Yannic » 11. Okt 2017, 16:16

Brachialer Klang. Der Knieschleifer hat auch fast immer den Asphalt geküsst, die Rasten haben geschliffen und der Reifen wurde bis an die Kante gefahren.
Ach süsser Vogel Jugend.
Und mit 16 noch kein Führerschein, der weggenommen werden kann :-)
Mutig war ich zwar auch mit 16 war ich dann doch noch nicht mit na Thruxton auf Pyränen Tour :lol+:
Meist ist auf den Straßen Dort sowieso keine Geschwindgkeitsbegrenzug ,bewege mich da also immer legal (abgesehen davon das ich da noch NIE Polizei gesehen habe)
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Re: Pyrenäen Fahrbericht Thruxton 1200 R

Beitragvon greinsen » 11. Okt 2017, 16:28

.....ich war dieses Jahr mit der Tiger 800xcx in den Pyrenäen.
Über 6000 km.
Mit der ThruxtonR hätte ich die gleiche Tour nicht geschafft.
Dafür ist sie doch zu sportlich :wink: :wink: :wink:


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