200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Benzin und sonstiges reden ...
Dominik
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200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Dominik » 11. Nov 2017, 13:38

Hallo zusammen,


eigentlich wollte ich sie zur Ruhe setzen und nur noch gelegentlich einsetzen, die gute TS 250.
200.000 Km haben wir zwischen 15. 12. 2007 und 25. 9. 2017 miteinander hinterlegt.
Ein großes, umfangreiches Fotoalbum ist in Arbeit. :-)
Viel erlebt, 10 Winter gemeistert, 24 von 25 Pannen direkt am Straßenrand bewältigt, Städte wie Berlin, Brüssel, Paris, Amsterdam, Köln (diese jeweils zu Silvester oder im frühen Januar aufgesucht), Luxembourg und Iserlohn besucht. Und lange ist es her: MZ-Treffen Sosa + Edersee (2008), Heiligenstadt (2009?), und das tolle Treffen der Mandelner MZ-Freunde (2010) besucht sowie mehrmals die Schweiz mit dem Büriswilener Treffen an der Tobelmühle :ukgr:

Und die Tage habe ich beschlossen, dass es doch im Alltag mit ihr weitergehen wird.
Warum? Weil es keine besser kann - basta!
Viertakter mit obenliegenden Nockenwellen sind mir ein Gräuel. Ein Viertakter darf nur Stößelstangen haben, alles andere macht es im Alltag kompliziert. :mrgreen:
:<§>: Motorrädern nach 1975 stehe ich skeptisch gegenüber - bei MZ lasse ich es bis 2008 gelten! :mrgreen:

Ihre zwei Nachfolgerinnen werde ich wieder verkaufen, muss aber erst ein paar Kleinigkeiten an ihnen erledigen...

So oder so hatte ich vor, sie wieder peu a peu aufzupäppeln, nun soll es aber doch fixer gehen. Eigentlich sollte man sie komplett zerlegen, den Rahmen sandstrahlen, beschichten lassen (aluflammen, verzinken etc.?) - dazu habe ich aber leider momentan keine Zeit:

a) Ich lasse von Dirk Singer den zweiten Motor machen (das ist dann der fünfte Motor), ich nahm bereits Kontakt zu ihm auf. Danke dir, Dirk! Den nächsten möchte ich aber wieder machen, man kommt sonst aus der Übung :wink:

b) Kopf und Kolben gehen zu ORP (bei ihnen ließ ich einen Zylinder schleifen, liegt im Keller seit Jahren. 4. Übermaß)

c) Ein großer 17 Liter-Standardtank ist per Post unterwegs. So wie sie ihn original hatte.

d) Eine neue gerichtete Sitzbank liegt auch schon seit ca. 1 Jahr im Keller

e) Einen neuen wasserdichten Hella-Bremslichtschalter werde ich anbauen.

f) Ein neues Zündschloss muss rein, seit ein paar Monaten hüpft im Standgas der Schlüssel beinahe raus (die Kügelchen!)

g) Einen schönen, hinteren Kotflügel muss ich suchen.

h) Versuch: Kat-Einbau!!! Ich bin dran...


Der aktuelle Motor: Ich hoffe, dass der aktuelle Motor noch bis Januar mitmachen wird. Er hat mittlerweile auch wieder über 63.000 Km runter und kränkelt etwas. Ich vermute aber, dass es nur der / die Simmerring/e ist/sind. Denn eigentlich läuft er mechanisch tadellos, alle Gänge schalten und halten...

Und dann kann es sein, dass die TS eine Schwester bekommen wird. Ich habe da eine frühe ETZ 250 mit Trommelbremse oder eine der letzten Zschopauer Zweitakterinnen (ETZ 301, 1993) im Sinn. Mal sehen. Unter den modernen Motorrädern ist die 1000 S nach wie vor das Traummotorrad. Ich weiß, dass sie solide ist. Aber mir wäre es zu riskant bezüglich Ersatzteilverfügung, Spritverbrauch, Reifen... Und die Mastiff - in ihr soll der Yamaha-660er auch am schönsten laufen, wie ich las.

Ein schönes Wochenende euch und viele Grüße

Dominik

Nach 100.000 Kilometern Ende August 2012 im Siebenmühlental:

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Nach 200.000 Kilometern am 24. 9. 2017 am Schloss Solitude:

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Schabernack & akrobatische Einlage im Stuttgarter Westen, 24. 9. 2017.
Den Cellokoffer führen wir sehr oft mit uns. Für den Transport des Vespers, der Motorradersatzteile, der Gartengeräte, der Werkzeuge, der Bücher, für den Einkauf, für die Apfel-, Birnen- und Walnussernte. Da geht ganz schön was rein! Ab 120 Km/h zerrt es aber ganz schön an den Schultern…


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Zuletzt geändert von Dominik am 11. Nov 2017, 18:46, insgesamt 1-mal geändert.

jerry
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (7.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von jerry » 11. Nov 2017, 14:14

Salut,
Bin auch einige Jahre MZ gefahren! (ETZ) War ein super Motorrad! (war auch recht schnell auf kleinen Straßen)
Es tut mir heute noch leid daß ich sie verkauft habe. Seinerzeit hatte mir Dirk Wildschrei Westlager eingebaut und auch die Fenster ein wenig nachgearbeitet.( Die lief gute 150) Vor zwei Jahren hat zufällig ein Freund von mir genau diese Maschine gekauft. Der Motor läuft jetzt in seinem Gespann und hat noch immer ordentlich Leistung.

Jerry

DKW Dieter
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (7.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von DKW Dieter » 11. Nov 2017, 18:20

Hallo Dominik,
ich gratuliere Dir zu der Laufleistung, toll!
Auch ich denke gern an MZ zurück, 1972 ETS, mit gelbem Tank, 1996 Skorpion Sport, die war ab Haus total zu mager. Theo Laaks brachte auf Krümmer Lamda-Sonde an und dann mehrere Vormittage auf den Dynajet Rollenprüfstand... Zum Schluß lief sie 190km/h.-
2005 1000S, tauschte ich gegen 1000 ST. Damit umrundeten wir komplett Italien, war ein super Motorrad! Aber, man muß eine fähige Werkstatt im Rücken haben. Das original Mapping passte nicht, das Werthmüller-Mapping ließ anschließend die Kupplung rutschen...Wider dem original Werkstatthandbuch ist das synchronisieren der Drosselklappen unbedingt nötig. Dieter Faber / MZ (!) optimierte vieles... War ein klasse Motorrad! Aber nach Jahren werden auch da die Probleme nicht weniger, wie undichte Felgen, die original Kunststofftanks aus Italien wachsen, lassen sich kaum noch montieren.
Aber andere Hersteller waren mit Kunststofftanks auch nicht immer glücklich.-
Gruß Dieter

Dominik
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (7.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Dominik » 11. Nov 2017, 18:22

Hallo Jerry,

ja - die ETZ ist auch toll. Nur beim Rahmen muss man aufpassen: Kleiner Auffahrunfall und schon hat der Blechrahmen unterm Tank eine Delle! Und ich finde die Verarbeitung nicht mehr so gut, wie sie bei der TS 250 und 250/1 war. Aber vielleicht ist das nur bei den späten ETZen (z.B. ETZ 251) der Fall. Da muss man viel mit Fluid Film konservieren, vor allem wenn man im Salz herumfährt. Die 35er Gabel und die Scheibenbremse sind bei der ETZ eben besser im Alltag.
Alles in allem sind die ollen Zweitakt-Emmen zuverlässige, überschaubare und dankbare Motorräder. Das gilt für die Modelle der 50er Jahre wie für die letzten Zweitakter 1993 bzw. ´96. Ist eben nicht viel dran. Nur beim Motor kann alles drin sein: Entweder er macht mal 80.000 Km mit oder er muss bereits nach 30.000 wieder raus da z.B. der dritte Gang raushüpft...

Ein schönes Wochenende dir & all

Dominik

Dominik
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (7.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Dominik » 11. Nov 2017, 18:28

@Dieter:

Hat sich überschnitten, deine Antwort.

Da hast Du ja auch tolle MZs quer Beet gefahren!! Die ETS ist wunderschön :-)
Eine 96er Skorpion Tour fuhr ich 2002 - 2006, 75.000 Km, sie hatte dann 106.000 Km runter mit erster Kupplung, erstem Kolben etc. War eben ein Unding mit ihr im Schnee - im ersten Winter hat es mich 6x mit ihr auf die Schnauze gehauen. Das Hinterrad kam oft rum, zu untertourig anfahren ist beim großen Eintopf eben nicht. War aber ein nettes Krad. Ach - die hintere Grimecafelge war wegen der 4 Winter auch durchgegammelt, ich zog einen Schlauch ein :mrgreen:
Die Probleme mit der 1000er sind mir auch alle bekannt. Schade - aber vieles kann man, wie Du auch geschrieben hattest, mithilfe Werthmüller und Faber machen.

Ein schönes Wochenende

Domi

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Lars
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Lars » 11. Nov 2017, 20:20

Meinen Glückwunsch zu den 200 TKM mit der MZ :+aloha:
Gerade in der heutigen Spaß.- und Wegwerfgesellschaft solange mit einer TS 250 unterwegs – großer Respekt :+x+: :+x+: :+x+:
Dominik hat geschrieben:
11. Nov 2017, 13:38
Viertakter mit obenliegenden Nockenwellen sind mir ein Gräuel. Ein Viertakter darf nur Stößelstangen haben, alles andere macht es im Alltag kompliziert. :mrgreen:
Diese Aussage könnte hier im Forum nicht ganz unumstritten sein :mrgreen:
Gruß, Lars

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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Moppedfritze » 11. Nov 2017, 23:56

@Dominik
200000 km mit der MZ TS, Reschbeggd :+++: Superleistung!!
Die TS hab ich leider nicht mehr kennenlernen dürfen,aber die
erste ES (Eisenschwein) mit den Einzelsitzen hatte ich als Neufahrzeug
noch unterm A......llerwertesten.
Hast du deine TS wenigstens auf 12 Volt umgebaut???

Gvm
der Moppedfritze
Zuletzt geändert von Moppedfritze am 12. Nov 2017, 07:22, insgesamt 2-mal geändert.
Mein Auspuff bleibt original :!:

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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Ulf Penner » 12. Nov 2017, 00:56

Sauber.

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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von gustavson » 12. Nov 2017, 01:11

so lang,
so viel,

Reeschpegd! :+top:

Bei dir passt mal meine Signatur exakt!

Gruß Gustavson
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Nobby » 12. Nov 2017, 11:24

Lars hat geschrieben:
11. Nov 2017, 20:20
Dominik hat geschrieben:
11. Nov 2017, 13:38
Viertakter mit obenliegenden Nockenwellen sind mir ein Gräuel. Ein Viertakter darf nur Stößelstangen haben, alles andere macht es im Alltag kompliziert. :mrgreen:
Diese Aussage könnte hier im Forum nicht ganz unumstritten sein :mrgreen:

Ist natürlich wie immer die Frage, wie er zu dieser Aversion kommt. Vielleicht mal ne XL500S gehabt?! Da gab´s nur Stress mit der Nockenwelle und deren Lagerung.

Mit meiner SR hab ich knapp 300000 runter (selbst gefahren) und Nockenwelle, Kipphebel und deren Achsen sind noch orischinoool. Da ist nix kompliziert oder wartungs/reparaturanfällig.

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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von fordprefect » 12. Nov 2017, 11:42

Bierkistengroße Kühlrippen in allen Ehren :wink+: aber könnte mal einer den Fred in Richtung „Fremdfabrikate“ verschieben ?
Danke !
10 Jahre sind genug, Danke und :wink+:

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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Stadtpirat » 12. Nov 2017, 11:51

Respekt ob deines Sitzfleisches bei Stollenreifen auf der Landstraße Dominik, :+top:
12V hast du ja schon drin, dank dem ETZ-Motor, da hast Du bestimmt auch schon einen elektronischen Regler und der Tank sieht aus wie von einer 150er.
Weiter so, lass sie nicht sterben oder stehen, auch eine MZ ist zum Fahren gebaut, nicht zum Kaputtstehen in der Garage!!!

Grüße
Carsten
Wer Hubraum sät, wird Leistung ernten, wenn Saatgut fehlt, muß Drehzahl her. (2takt Kollektiv )

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stoffl
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von stoffl » 12. Nov 2017, 13:06

Dominik hat geschrieben:
Viertakter mit obenliegenden Nockenwellen sind mir ein Gräuel. Ein Viertakter darf nur Stößelstangen haben, alles andere macht es im Alltag kompliziert. :mrgreen:
:<§>: Motorrädern nach 1975 stehe ich skeptisch gegenüber - bei MZ lasse ich es bis 2008 gelten! :mrgreen:

Hallo Dominik,
erstmal Glückwunsch zur Meilenleistung :+top: !

Bei o.g. Zitat muss ich als Ex-Besitzer von MZ und Enfield (Stösselstangen) aber widersprechen:

An meinen 2 MZ musste man immer wieder mal schrauben. Einmal war ein gelöster Kupplungskorb mit versautem Kurbelwellenkonus dabei, der nur noch dank Loctite dauerhaft zu befestigen war.

Meine Enfield habe ich u.a. wegen der mangelnden Zuverlässigkeit und zickigem Laufverhalten (Du stehst z.B. vorne an der Ampel, der Motor tuckert ruhig vor sich hin und als die Ampel auf grün geht und du den Gang einlegst, kackt das Ding ab :evil+: ) entsorgt und zur gebrauchten Bonneville "upgraded".

Ich hatte noch nie so wenig Ärger, wie mit meinen OHC-Motoren. Und wenn man den passenden Motor auswählt, machen die auch richtig Spass. Meine Bonnita hab ich seit 2 Jahren und noch nix repariert, nur Öl und Reifen gewechselt (+ diverse kleinere Umbauten zur Kosmetik).

Vielleicht wagst Du ja mal nen Abstecher in die OHC-Welt?

Schöne Grüße
Christoph
Herr, lass Hirn regnen :roll: , am Besten auf mich!

Dominik
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Dominik » 12. Nov 2017, 16:42

Hallo zusammen,

war ja auch nur ein bißchen Gefrotzel...Klar ist ein moderner OHC-Motor meist unanfällig.
Ich fuhr ja auch eine, die 660 Skorpion-MZ, der Motor hatte über 106.000 Km runter und lief noch beinahe tadellos. Mit Nockenwelle oder Steuerkette gab es nie Probleme.

Nur eines der beiden Nachfolge-Kräder für die TS ärgerte mich. An sich kein verkehrtes Motorrad: Eine Suzi DR 350 SE von 1997. Aber was kann das Krad dafür, wenn es der Vorbesitzer kaputt schraubt. Gleich am 26. 9. nach der TS erster Einsatztag. Drei Pannen innerhalb einer Woche, die ich reparierte. Kein Prob. Zuvor, also vor ihrem Einsatzbeginn, habe ich mich auch gut um sie gekümmert, inklusive nagelneuem Hepco & Becker Komplettgepäckträgersystem, an das ich die schönen schmalen Essenskübelaluboxen flanschte, wie sie die TS auch hat. Tja - und nun große Undichtgkeit am Zylinderfuß, Motor klappert immer schlimmer. Also wie sie das bei der Probefahrt kaschiert haben :?: Somit vorgestern zur Seite gestellt und die TS 250 wieder aktiviert.

Übrigens habe ich eine Woche vor der DR 350 Anfang August eine 1982er DR 500 gekauft. Da ich dann sah, dass man an ihr doch etwas mehr machen muss und sie zu schade für "every day" ist, holte ich eben die DR 350 hinzu. Ein ganz nettes Rad, die 500er. Vielleicht werde ich aber auch sie wieder hergeben, zuvor aber auch an ihr ein paar Kleinigkeiten machen. Mal sehen. Und dann eben wohl eine zweite MZ fürs schöne Wetter.

Zu MZ generell: Klar kann auch eine olle MZ unzuverlässig sein. Aber nach und nach sollte es passen, man kennt seine Pappenheimer. Ein Motor muss mal erst nach 80.000 oder bereits nach 30.000 Km raus - alles schon gehabt. Aber im Reparaturfall ist eben alles so herrlich einfach gestaltet :-)

Zu Enfield (Stoffl):
Wahrscheinlich wird eine alte BSA B33 zuverlässiger sein :mrgreen:
Ich hatte mir ja auch eine Conti GT überlegt. Ich hörte aber, was alles ziemlich schnell kaputt gehen kann und man von manchen Händlern im Regen stehen gelassen wird. Und dann 6300,-Euro?
Die Himalayan interessierte mich ja auch, sie ist aber, wie ich glaube, immer noch nicht da.

Übrigens wäre es im Juli ganz knapp eine 2016er CCM GP 450 geworden. Der Typ hat sich aber verzockt und ich dann auch.
Und dann war es eben zu spät, die DR 500 und 350 waren da schon bei mir.

@Carsten:
Ja - der ETZ-Motor macht es einfacher. In Zukunft soll aber ein TS 250/1 mit Powerdynamo Einzug halten. Aber nun erst einmal nochmals ein ETZ 250-Motor mit 275ccm und ORP/SMU-Zylinderkopf.
Der Tank ist für TS 250 UK- und USA-Export. Auch das hat es gegeben :mrgreen: Aber auch die Vorserien-TS 250 auf der Messe Leipzig 1973 hatten diesen Tank, aber ohne Chrom. Ich werde ihr aber wieder einen großen, originalen Tank in Standardversion verpassen.

Einen schönen Sonntag euch und Grüßle

Dominik

P.S.: Eine der letzten luftgekühlten Scrambler hatte ich mir auch überlegt, Euro 3 -Abverkauf. Dem Motor traue ich wirklich viele Kilometer zu!

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Peter Koch
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Re: 200.000 Km mit MZ TS 250-1973 (15.12.2007-25.9.2017) & nun doch weiter

Beitrag von Peter Koch » 12. Nov 2017, 17:49

Dominik hat geschrieben:
12. Nov 2017, 16:42
P.S.: Eine der letzten luftgekühlten Scrambler hatte ich mir auch überlegt, Euro 3 -Abverkauf. Dem Motor traue ich wirklich viele Kilometer zu!
Dann kauf doch mal, viel kann nicht schiefgehen.

Gruß, Peter
Fremd ist der Fremde nur in der Fremde ( Karl Valentin, ein Philosoph)

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