Thruxton R - Bremse Druckpunkt verschiebt sich

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Henrik RAISCH
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Thruxton R - Bremse Druckpunkt verschiebt sich

Beitrag von Henrik RAISCH » 3. Mai 2016, 17:57

Anmerkung der Moderation Urs

Dieses Thema behandelt den Thruxton R Bremsdruckpunktwandern relevante Teil
des ursprünglichen Themas "Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!"

Der Thruxton R Bremssattelschleifen / nicht mittige Lage wird in diesem Thema behandelt:
viewtopic.php?f=40&t=31360
Hallo zusammen!!

ich wollte euch gerne kurz&knapp meinen Fahreindruck zu der neuen Thruxton R mitteilen.
Nach dem Sie eingefahren ist, habe ich Sie gestern das erste mal sportlich gefahren.

Fahrwek: WOW, das Ding geht wie auf Schienen durch die Kurven, super Gefühl, einfach echt geil!! Die Gabel ist übrigens auf komplett weich gestellt.
Da gibt es echt nur noch Feintuning, was Fahrergewicht angeht, alles andere ist "fast" Blödsinn :mrgreen: :mrgreen:

Motor: Ja, ein gewalltiger Unterschied zur neuen T120. Die Gasannahme ist im Sportmodus eine ganz andere. Viel gieriger und spontaner. Von unten tritt das Gerät verdammt heftig an,
da machen sich die 1200ccm bemerkbar.... Da kommt unser Alu Werksrenner (98-100 PS Motorleistung)nicht mit bis 5000 Umdrehungen, was aber klar ist.
Obenraus lässt die gute auch nicht nach, legt aber auch nicht unbedingt noch Kohlen nach, wie es z.b. dann bei der Alu ist. Da spürt man einfach, dass auch noch Luft ist! Freue mich schon auf die Racenockenwelle + ggf. weitere kleinere modis, dann geht Obenraus richtig was :+x+: :+x+: Das ist dann tatsächlich ne andere Welt und auch die RnineT wird da doof aus der Wäsche gucken

Bremse: Oh ja, heikles Thema: Die Bremsleistung ist Brutal, total geil. ABER: Die Dosierbarkeit... Ich versuche es zu beschreiben: Ich bin sehr sportlich gefahren auf einer kurvenstrecke, sprich ich musste schnell hintereinander Bremsen, beschleunigen, wieder Bremsen. Bei ersten mal Bremse ziehen: Ok, da ist der Druckpunkt, bremst geil! Nächste Kurve: Im Kopf habe ich den alten Bremspunkt, NIX DA!!!
Der bremspunkt hat sich um ca. 2cm nach VORNE verschoben, sprich die Bremse packte viel früher zu :evil+: Hab mich echt erschrocken.
Habe das Spiel noch ein paar mal wiederholt, mit immer dem gleichen Ergebnis: Der Druckpunkt verschiebt sich beim häufigen, kräftigen bremsen nach vorne. Rollt man wieder 3-4 Kurven ohne zu bremsen, so ist der Druckpunkt wieder später.....
Das Spiel wiederholt sich dann.
War heute morgen direkt bei Triumph, der freundliche ist selber eine kurze Runde gedreht und konnte es direkt bestätigen! Er hat selber noch 2 Thruxton R stehen, das selbe Phänomen....
Garantieschnellantrag wurde direkt gestellt. Denn das kann nicht sein, bei so einer Traumbremsanlage, dass man so einen unterschiedlichen Bremspunkt hat. Kann man sich einfach nicht drauf einschießen, beim schnellen fahren.

Hat jemand von den anderen Thruxton R Besitzern bereits ähnliche Erfahrung gemacht? (Christopher&Benni konnten es auch direkt bestätigen, mein Vatter anfänglich nicht, da er den Motor behutsam eingefahren ist und auch nicht viel gebremst hat, hat eher rollen lassen)

Ergonomie: ich bin kein bekennender Stummelfahrer, ich liebe halt die geraden Segelstangen (kommt auch vom Supermoto-Rennsport und vom Endurofahren). Da hatte ich zunächst meine Bedenken, wie ich so klar kommen werden. Es sind auch keine "echten" Stummel mehr und die Sitzposition ist echt angenehm. Knieschluss passt, Sitzposition auch und ich kam auf Anhieb sofort zureck!
Das hat Triumph echt klasse gemacht!

Fazit: Absolut geiles Motorrad, super gelungen und für sportlich ambitionierte Fahrer sicherlich genau richtig! :+++:
Ich berichte, was aus dem Thema Bremse wird, da es bestimmt einige Interessiert.
Und nach dem Forumstreffen machen wir uns dran, das gute Stück zu optimieren, optisch zu verfeiner, den Motor noch gieriger machen......

Fortsetzung folgt :+++:

Wir sehen uns Donnerstag, ich sage mal grob gegen 17:00, die Sonne wird scheinen, was ich sofort mit einem kühlen Blonden begießen werde und hoffentlich mit vielen Anstoßen werde!

Henrik
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Bakkybfast » 3. Mai 2016, 18:16

Nur zum Verständniss,

Du meinst 2cm am Bremshebel? Das wäre schon enorm.
Hast du nach einem ersten "harten" rangehen den Bremshebel mal weiter leicht angehalten
und vielleicht spüren können wieviel Gegenkraft der Bremshebel erzeugt? Pulst es irgend wo?

Hängt irgendwo, mit, über oder durch das ABS ein Regelsystem im "Bremskreislauf"?

Normal ist jedenfalls anders, da schiebt es den Druckpunkt nach hinten zum Griff hin.
So wie von Dir beschrieben hätte ich mich wohl auch sehr erschrocken. :wink+:
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Rainer
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Rainer » 3. Mai 2016, 18:57

Hallo Bakky. Genau so ist es. Der Hebel wandert mindestens 2 cm nach vorne. Dazu muss man auch überhaupt nicht fahren. Das kann man im Stand ohne Zündung sofort erkennen. Hat also nichts mit ABS zu tun. Würde ja meinen, da ist noch Luft im System. Glaube ich aber nicht. Muss an der Pumpe liegen. Es gibt manche Ducati Modelle, die haben genau das gleiche Problem. Scheiße, bin mal gespannt wie Triumph das Problem lösen will. Wahrscheinlich wird es heißen: Ist System bedingt. Damit werde ich mich aber mit Sicherheit nicht abfinden. Habe mal gehört, dass bald wieder ein Thruxton Cup stattfinden soll. Also auf der Rennstrecke ist die Bremsanlage in der Form völlig ungeeignet. Da triffst ja nie deinen Bremspunkt.

Gruß
Rainer

Maso

Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Maso » 3. Mai 2016, 19:34

Hallo Hendrik - ich bin seit 2600km mit der R unterwegs. Auch sehr sportlich durch die Kurven in Italien. Der vordere Reifen ist vom Bremsen bald hinüber. Ich kann alles, was du beschreibst, nur bestätigen.

Das Phänomen mit dem vorderen Anker habe ich zwar anfänglich nicht so krass erlebt, wie du. Aber es stimmt. Ich habe eine Zeit gebraucht, bis ich das realisiert habe. Irgendwann hats mich fast auf die Klappe gelegt, weil ich kräftig zugelangt habe und die Bremswirkung früher eingesetzt hatte. Da riegelte das ABS. Ich bin schon erschrocken.

Es bleibt eine Unsicherheit bestehen. Ich hatte auf der Diavel auch eine Bremboanlage und bin es gewohnt, dass die zünftig zupackt. Aber bitte nicht so unberechenbar wie bei der Trx R! Ich hoffe sehr, dass das in den Griff zu bekommen ist. Wäre echt schade für das geniale Bike!

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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Mazze » 3. Mai 2016, 20:36

Ist das mechanisch/hydraulisch bedingt oder könnte das auch irgendwie elektronisch gesteuert sein?

Bei modernen Autos ist es z.B. auch so, dass die Bremse beim zweiten Bremsen wie vorgespannt ist. Pedal ist wesentlich härter und Druckpunkt weiter vorne. Siw mit der Erklärung, dass normale Autofahrer sonst bei einer Notbremsung nicht richtig reinlangen. Beim Auto ist das auch okay (ABS, Mehrspurfahrzeug), beim Moped stell ich mir das auch blöd vor...
Cheers,
Martin

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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Peter Koch » 3. Mai 2016, 20:48

Mazze hat geschrieben:Beim Auto ist das auch okay (ABS, Mehrspurfahrzeug), beim Moped stell ich mir das auch blöd vor...
ABS hat ja die Thruxton R auch und auch garantiert keinen Bremsassistenten. Also ist das seltsame Bremsverhalten nicht ganz so schlimm, haben möchte ich es aber gewiss nicht.
Erlebt habe ich es an noch keinem ABS Motorrad. Ich kenn persönlich aber nur ABS von Nissin.

:wink+: Peter
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Rainer » 3. Mai 2016, 21:57

Testredakteure merken bei ihren Testfahrten auch nicht alles. Während ich die Thruxton R im gelassenen Tempo eingefahren habe ich die Bremsproblematik auch nicht bemerkt, weil ich gar nicht soviel gebremst habe, aber jetzt wo es zur Sache geht, wird es sehr offensichtlich. Das ist für mich ein sicherheitsrelevanter Mangel, welcher inakzeptabel ist, und abgestellt werden muss.
Gruß
Rainer

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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Alex_420 » 3. Mai 2016, 22:20

Bei der Probefahrt-Thrux R konnte man die Bremse regelrecht "aufpumpen".
Dies fiel mir direkt auf und habe es auch mitgeteilt als ich zurück war.
Für mich war das gefühlt einfach nicht ordentlich entlüftet.

Bei meiner Thrux R ist dieses nicht bemerkbar gewesen... als ich allerdings heute von der Erstinspektion losfuhr stellte ich jedoch einen viel früheren und auch direkteren Bremspunkt fest.

Da ich komplett im Regen heimfuhr konnte ich das nicht weiter erkunden.

:mrgreen:
Alex

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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Henrik RAISCH » 3. Mai 2016, 23:33

Meine Vermutung aktuell ist die Bremspumpe....
Warum? Genau die Modelle die ich kenne mit dem
Gleichen Problem, hatten auch die gleiche Pumpe verbaut.....

Das sind aber Spekulationen, mehr nicht ;)
Normale 1200 Thruxton hat andere Zangen, Pumpe etc. die hat das Problem nicht.

Alex, lass uns mal am bayernturm quatschten.
Bei Regen wird es vermutlich kaum auffallen, da man nicht hart anbremst und auch nicht so flott unterwegs ist.
Teste es mal am Donnerstag, bei herrlichen Wetter und flotter Gangart.

Ich selber kannte so ein Problem noch nie.... Ein weicher werdender Druckpunkt auf der Rennstrecke oder beim Pässe fresen, klar, kein Thema...

Aber in der Art, man kann sich auf keinen Druckpunkt einstellen.

Und noch was: das soll ein konstruktiver Beitrag sein, bitte müllt das nicht mit unnötigen Post voll, dass passiert oft genug in der Vergangenheit :(
Die Nachricht geht auch an dich Urs, bleib sachlich!

In dem Sinne, wir werden das Bremsproblem lösen
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Bakkybfast » 4. Mai 2016, 01:20

Wenn da sonst nichts regelnd eingreift oder rum fuhrwerkelt würde ich ich auch die Bremspumpe verdächtigen.

Folgender Gedankenansatz:
Das verdrängte und verschobene Volumen ist beim ersten Hub rel. groß und kann nach dem lösen nicht genügend schnell
wieder, in den Kolbenraum und besonders in den Vorratsbehälter, zurück wandern (entschuldigt die blumige Sprache)
Dafür verantwortlich könnten vielleicht vielleicht vielleicht etwas zu klein ausgelegte Zulauf/Nachfüll Bohrungen sein.
Das wäre dann ein konstruktiver Mangel den T wohl nicht beseitigen könnte.

Das Thema wäre überhöhter Gegendruck beim rückfedern des Kolbens wobei die Zeit für einen vollständigen Volumenausgleich
für einen Hub hin/her zu kurz ist. Erfolgt ein erneuter Hub bevor sich das System beruhigt hat wird eine minimale Menge "Öl"
aus dem Vorratsbehälter "nachgeladen" und der Bremshebel greift entsprechend früher. (Druckpunkt wandert vor)

So in etwa kennt man das wenn die Beläge im laufe der Zeit schon sehr runter sind und der Bremshebel ab einem gewissen
Punkt auf einmal wieder früher greift. Die Anlage stellt sich durch nach laden von "Öl" aus dem Vorratsbehälter selber nach.
Das dann aber nur einmal und dann ist Ruhe.

Zurück zum überhöhten Gegendruck wegen zu kleiner Bohrungen.
Für mich vorstellbar ist auch das die im Vorratsbehälter vorhandene Dichtmembrane (vom Prinzip eine Feder) bei zu hohem Füllstand,
etwas zuviel an Gegendruck in das System einbringt als für das reine nachliefern erforderlich ist und sich vielleicht vielleicht derart negativ bemerkbar macht.

OK das ist jetzt sehr Orakelt aber irgendwo muß man ja ansetzen wenn es keinen ODB Stecker hat. :mrgreen:
Ein Blick auf den Füllstand ist schnell getan, einen Versuch mit abgesenktem Pegel kurz über min. (um die Membrane auszuschließen)
bekommen die Spezialisten hier auch schnell überprüft. Und so wie Rainer sagt sollte sich das auch bei stehender Maschine feststellen lassen.

Gute Nacht
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Maso

Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Maso » 4. Mai 2016, 06:39

...und was schlägst du vor, Rainer?

Warten, bis es genügend Reklamationen bei den Händlern gibt und Triumph reagiert? (Habe ich bei Ducati erlebt!) Das kann dauern, wenn überhaupt je was geht. Die haben ja die Anlage eingehend getestet und offenbar alles für ok befunden. Auch die Allerwelts-Tester der Zeitschriften. Einzig die etwas zaghaft zupackenden Bremsbeläge wurden von einzelnen bemängelt.
Warten, bis der eigene findige Vertauensmech eine Idee hat, wie er das lösen will?
Warten, bis du dem Problem auf den Grund gegangen bist? Das wirst du bestimmt.
Einfach nur noch gemütlich über's Land tuckern?

Ich bin grad etwas ratlos und habe Respekt vor künftigen Bremsmanövern mit Druck... Möchte über Pfingsten auf Tour. Das gefällt mir gar nicht!!

Du erinnerst dich vielleicht noch. Ich habe das miese Fahrwerksverhalten meiner RocketIII nur mit dem Einsatz von hochwertigen Federbeinen in den Griff bekommen. Eine Brembo-Anlage ist aber top. Die MUSS funktionieren!

Gruss

Thomas

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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Peter Koch » 4. Mai 2016, 09:24

Hallo Leute

Vielleicht hilft das da weiter.
Am besten weit unten bei "Nachtrag" anfangen.
https://monster1100evo.wordpress.com/20 ... -kupplung/

Gruß

Peter
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Urs » 4. Mai 2016, 10:32

Ich habe heute morgen einen Ducati-Freundlichen angerufen,- denn mir kam ein Gespräch hoch, welches ich 2015 mit seinem kompetenten Mechaniker geführt hatte.
Er bestätigte mir heute morgen, was ich bei meiner Erstfahrt bzgl. Brembo Bremsgeber festgestellt hatte:
Diese Dingers haben ein Problem.
Zum einen muss der Bremsgeber richtig entlüftet werden.
Dann funzen 80% der Dinger wieder (richtig).
Ein kleiner Teil wird bei Ducati auf Garantie ersetzt.
Bei meiner R stelle ich im Kaltzustand (ohne Zündung an) immer wieder fest, dass sich der Bremshebel bei Erstbetätigung viel weiter zurück ziehen lässt als bei nochmaliger Betätigung.
Für mich kein Problem, ich stelle mich einfach darauf ein.
Ob das Problem für irgend jemanden überlebenswichtig ist hängt von seinem Fahrstil und seiner Einstellung ab.
Für mich funzt das Ganze, mal davon abgesehen, dass ich ABS Modulatoren ins Pfefferland verwünsche.
Heaven is where the police are British, the cooks are French, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Rainer » 4. Mai 2016, 11:08

Wie will man sich denn darauf einstellen? Das ist ein eklatanter Mangel der gefährlich werden kann. Mein Sohn Henrik lehnt es ab mit der Thruxton R zum Forumstreffen zu fahren, weil man im Thüringer Wald schöne Kurven hat , wo man auch gerne mal etwas flotter fahren will und auch mal später bremsen will, und so wie es jetzt ist macht es Henrik keinen Spaß. Auf seine Bremse muss man sich zu 100% verlassen können, daher gehört das Problem schnell aus der Welt geschafft.
Gruß
Rainer

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Peter Koch
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Re: Thruxton R Fahrbericht, wichtiges Thema Bremse!!

Beitrag von Peter Koch » 4. Mai 2016, 18:28

Maverick hat geschrieben:Iausserdem kann man ja auch mal in Notsituation kommen, in der man den Anker werfen muss, da sollte der gewohnte Druckpunkt schon passen, und wenn man regelmäßig vollbremsungen trainiert und dann der Druckpunkt wandert oder plötzlich ein Anderer ist, sehe ich das kritisch
Bei ABS ist der gewohnte Druckpunkt bei Notbremsung völlig egal. Voll gefühllos reinlangen und treten ist angesagt. Das will auch geübt sein.
Üben tut not weil manche aktuelle Mopeds mit ABS immer noch Stoppies bis aufs Gesicht hinbringen :+flop+:
Ein hin und her hüpfender Druckpunkt beim Anbremsen von Kurven ist aber echt scheisse.

Das war jetzt zwar fast off topic, aber irgendwie müssen es die bisher nicht ABS Bremser ja mal lernen.

:wink+: Peter
Zuletzt geändert von Peter Koch am 4. Mai 2016, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
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