Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

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Martin22
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Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Martin22 » 15. Mai 2019, 17:25

Hallo zusammen,

ich habe seit einiger Zeit mit meiner Bonneville folgendes Problem: nach einer gewissen Standzeit (ich sage mal ab einer Woche... ) habe ich echt Probleme beim Anlassen meiner Bonneville.
Benzinhahn wird geöffnet, Choke gezogen... Starter betätigt... Anlasser läuft durch und ab und zu macht es mal poff... dann läuft Sie an...und geht wieder aus... das Prozedere wiederhole ich 2,3,4 mal und dann springt sie an und läuft nach ein paar Sekunden als wäre nichts gewesen. Wenn sie warm ist, ist das Starten überhaupt kein Thema...

Zum Setup:
Vergaser Bonneville aus 2005
Procom CDI
Zündspule von Raisch (glaub Nology)
Nology Zündkabel

Ich probiere mal ein Soundfile hier als Link hochzuladen... gab aber zuvor schon einen Startversuch, der nicht aufgenommen ist.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp.

Viele Grüße
Martin
Zuletzt geändert von Martin22 am 15. Mai 2019, 17:40, insgesamt 1-mal geändert.

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Martin22
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Martin22 » 15. Mai 2019, 17:30


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BC-23
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von BC-23 » 15. Mai 2019, 17:49

Moin.
Ich würde als erstes frische Kerzen versuchen.

VG
BC
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Mechi
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Mechi » 15. Mai 2019, 18:00

der Choke funktioniert aber?
Gruß Markus :555:

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Martin22
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Martin22 » 15. Mai 2019, 18:30

...wenn ich den Choke im kalten Zustand nicht ziehe geht in dem Fall gar nichts... da ist nur noch georgel (also drehender Anlasser) ohne Regung ... wenn ich den Choke ziehe klingt es so wie in der Soundfile... von daher muss er zumindest teilweise gehen :-)

Im warmen Zustand brauche keine Choke....

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Rainer
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Rainer » 15. Mai 2019, 18:57

Der Vergaser muss nach der Zeit mal komplett zerlegt, gereinigt und revidiert werden
Gruß
Rainer

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der Brunner
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von der Brunner » 15. Mai 2019, 20:50

Batterie vollladen und beobachten ob sich das Startverhalten verbessert.

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Martin22
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Martin22 » 17. Mai 2019, 11:14

Also, die Batterie hatte ich vor dem Georgel frisch am Ladegerät...

trotzdem habe ich einfach mal die Spannungen gemessen:

Da ich sie vorgestern an hatte, hat Sie heute auch nicht so georgelt und kam relativ zügig....

alles aus 12,6V
Zündung an (noch nicht gestartet) 12,2V
Beim Starten 10V (?) ...ist auf jeden Fall abgefallen, aber so schnell konnte ich gar nicht schauen, da sie zügig ansprang und mein Meßgerät reagiert auch etwas träge (vielleicht messe ich nochmal)
Leerlauf 13,5V
3000 U 12,9V
4000 U 12,7V

Gruß
Martin

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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Mangust » 17. Mai 2019, 11:22

Hallo Martin,

Vorabdiagnose:

1. Batterie im Eimer

2. Regler muss neu

zu 1.
Nach dem Laden ist die Leerlaufspannung (Spannung an der Batterie ohne irgendwelchen Abnehmer) zu niedrig.

zu 2.
Die Ladespannung ist zu niedrig bzw. fallend.

Fehler 1 resultiert aus Fehler 2

Gruß
Arthur
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Rainer
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Rainer » 17. Mai 2019, 11:26

Ja das alt bekannte Problem mit den Originalen Reglern
Gruß
Rainer

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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Altoil » 17. Mai 2019, 13:44

Das passt aber nicht so ganz zum Fehler. Es ist ja keine EFI. Auch vom Klang her würde ich eher ein Problem im Kraftstoffbereich vermuten...
Knieschluss ? Wieso Knieschluss ? Ich fahr` Hanging off !!

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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Mangust » 17. Mai 2019, 13:50

Zumindest ist da auch ein Fehler drin...

Die Falschzündungen sprechen wohl für die Kraftstoffversorgung . Wie Rainer es geschrieben hat.

PS. Bin ein EFI Fahrer, keine Gasererfahrung... :pino

Gruß
Arthur
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Luxton » 17. Mai 2019, 14:52

Moin Martin,

Bei meiner Vergaser-Thrux von 2006 war es auch der Regler letztes Jahr. Die Ladeprobleme tauchten auch erst bei etwas erhöhten Temperaturen auf.
Schau mal ob dir wer eine Batterie leihen kann! Und miss dann auch unterwegs/beim Fahren die Bordspannung, dann könntest du die Elektrik schonmal ausschliessen. Vergaser hatte ich letzten Winter auch auseinander, der sah aber noch recht gut aus, tanke aber auch keine E10-Plörre :DD:

Gruß
Luxton
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Hubert » 20. Mai 2019, 00:40

Hallo Martin,
Dein Motor kriegt beim Kaltstart zu mageres Gemisch, daher auch das Magerpatschen. Das heißt, Du musst den Vergaser zerlegen und reinigen. Dabei würde ich besonderes Augenmerk auf den Choke legen. Beim Zusammenbau den Schwimmerstand kontrollieren und die Gemischschrauben 2,5 Umdrehungen rausdrehen.
Als ersten Schuss ins Blaue kannst Du jede Gemsichschraube 0,5 Umdrehungen rausdrehen. Wenn der Motor dann kalt besser anspringt, weißt Du, dass Du auf dem richtigen Weg bist.
Ansonsten musst Du noch in einen neuen, besseren Regler investieren. Die Ladespannungen sind zu niedrig. Dann beim Kaltstart die Batteriespannung konrollieren (während des Starten >9,5V). So kannst Du entscheiden, ob die Batterie noch was taugt.

Viel Erfolg
Hubert

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Martin22
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Re: Orgeln beim Anlassen (nach gewisser Standzeit)

Beitrag von Martin22 » 21. Mai 2019, 13:42

Hallo zusammen,

wenn ich die Bonnville nach einem Tag starte, kommt sie ohne zu mucken... erst nach etwas längerer Standzeit (länger als ein paar Tage auf jeden Fall) habe ich dieses Problem.

Zum Regler:
also der alte Regler hat einen hau, ich habe direkt bei Rainer einen Neuen bestellt und den neuen Regler verbaut... er liefert saubere (knapp) 14V, im Leerlauf...wie auch bei 4000 Umdrehungen...
Beim Einbau musste ich erstmal überlegen, wie ich den Stecker durch dass ganze Kabelgewirr bekomme... meine Antwort: gar nicht! Ich habe einfach die einzelnen Adern markiert und vom Stecker entfernt. Adern schön zusammengebunden und dann konnte ich alles sauber in das Lampengehäuse einführen. Ging dann wirklich sehr einfach. Dann die Adern wieder in richtiger Anordnungen am Stecker fixiert.

Zur Batterie:
habe ich auch erneuert, war aber glaub nicht nötig... die verhält sich genauso wie die Alte. Nach Ladung gestern liefert die ohne Verbaucher knapp 12,8V....sobald ich Zündung und Licht anmache 12,3V... von daher Vergleichbar. Beim Starten fällt sie genauso wie die alte auf knapp über 10V (ganz kurz) ab.

Zum Vergaser:
@Hubert: den Vergaser nehme ich mir auf jeden Fall mal vor, wenn ich Zeit habe und das Wetter dazu einlädt... irgendwann nach dem Forumtreffen. Ich hatte ihn mal vor ein paar Jahren (4-5?) draußen und habe alle Düsen etc. gut sauber gemacht, der sah aber tiptop aus. Was heißt besonderes Augenmerk auf den Choke?

Viele Grüße
Martin

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