[Scrambler XE] Federung

1.200 cm³ BONNEVILLE-HOCHLEISTUNGSMOTOR
110 Nm SPITZENDREHMOMENT
90 PS Spitzenleistung
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Die Präfix Bedeutung [Scrambler ???] bezeichnet die einzelnen Modelle der Scrambler Family wie folgt:
[Scrambler 1200] = Modelle übergreifend
[Scrambler XC] = Modell XC
[Scrambler XE] = Modell XE
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Rainer
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[Scrambler XE] Federung

Beitrag von Rainer »

Genau Basti, die Federelemente haben eine Geländeabstimmung. Das kann man eben nicht mit ein paar Klicks oder anderer Vorspannung für die Straße wirklich passend machen.
TRIUMPH hat hier im Gegensatz zur BMW R9T Scrambler oder zur Ducati Scrambler eben ein Gelände taugliches Fahrwerk mit sehr langen Federwegen verbaut. Das sagt die Werbung doch auch deutlich, und die technischen Daten ebenfalls
Gruß
Rainer
Silver Cleaner

Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von Silver Cleaner »

Hallo.

Wenn ein sonst komfortabel / weich ausgelegtes Fahrwerk über Kanten, Absätze, kleinste Unebenheiten stoßig ist, schaue ich zuerst immer auf den Reifendruck. Da kann die Federung noch so perfekt komfortabel eingestellt sein, es nützt diesbezüglich nichts - eher im Gegenteil, es macht die Sache schlimmer.
Ich habe schon öfters erlebt, dass ich ein Vorführmotorrad vom Händler mit 2,8 und 3,2 gefahren bin. Die Händler machen das gerne um nicht alle Nase lang nach dem Rechten zu sehen.
Auch ist es oft ein Unterschied bei dem Ansprechen der Federung - Stichwort Losbrechkräfte - ob eine Maschine schon einige tausend km gefahren ist oder nur deren einige hundert.

Das muss jetzt natürlich in diesem Fall jetzt nicht so sein, aber es währe möglich und erklärt dieses Empfinden von " boxxer " . Den richtigen Reifendruck sollte man gerade im Zusammenspiel mit einem gut funktionierenden Fahrwerk nicht unterschätzen.

Ich kann mich nur wiederholen, ich fand das Fahrwerk der XE für diese Art von Motorrad auch auf der Landstr. für mich schon ausgewogen und angenehm. Natürlich hatte ich dabei nicht gerade das Messer zwischen den Zähnen - aber dafür ist die Scram sicherlich auch nicht gebaut und das falsche Motorrad. Wenig Druck aufs Vorderrad und dann noch ein eventuell zu hart gepumpter Reifen .... uiuijuijui.

Ich konnte mich gut mit dieser Art von Motorrad so wie die XE ist arrangieren .... einen ganzen Tag lang. Nur ihr hoher Schwerpunkt machte mir bei engen Wendemanövern, oder beim rasanten Durchschlängeln in der Stadt bisserle zu schaffen. Es ist wirklich nur ihre Optik, die mich zu einer anderen Triumph greifen lies und ein klitzekleines Bisserle der Motor der Speedy :heilig


grüße Gerhard

P.S. nur mal am Rande bemerkt. Ich habe die Reifen bei Übernahme auf 2,3 und 2,6 reduziert um sie Abends vor der Abgabe wieder um drei Zehntel zu erhöhen .
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twinfan
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von twinfan »

@boxxer

ich kenne die fahrwerke der 1200er nicht und will nur helfen. weiss auch nicht wie sehr du dich auskennst, will keinen diskriminieren oder klugscheissermäßig daher kommen...will mich nicht als fahrwerksspezialist ausgeben oder behaupten, dass das was ich schreibe das einzig richtige ist...es spiegelt lediglich MEINE erfahrungen wider...von denen jeder andere hat...ich will dir lediglich n paar tricks zur selbsthilfe geben...daher:

das ganze hängt auch vom fahrergewicht und federvorspannung ab von der ich/wir nicht weiss/wissen ob du die evtl auch verändert hast...von der seite wäre es auch interessant zu wissen wie hoch dein fahrergewicht ist


was kanns tu selbst tun?

nimm doch einfach mal nen kleinen kabelbinder (einen möglichst kleinen und net so nen klobiges teil mit nem dicken kopf), mach ihn um die kolbenstange und schau was während der fahrt an federweg aufgebraucht wird...diese maßnahme ist gut und billig...schöner mit nem o-ring...der lässt sich nur etwas schwer montieren wenn das federbein zusammengebaut ist ;-) so hast du ne kontrolle was an federweg maximal aufgebraucht wird...evtl kommst du ja auf block...wenn der stoßdämpfer generell zu weich in der federvorspannung ist könnte es sein, dass du im verhärtetem teil der federung rum fährst die kleinere unebenheiten eben nicht mehr wegbügeln kann...ein endurofahrwerk muss sich ja nach hinten verhärten (wohl noch mehr wie ein straßenfahrwerk) und nicht linear durchfedern um eben auch bei derben geländeaausfahrten genügend reserven aufzuweisen...immerhin soll es vorkommen, dass leute mit dem eimer auch mal nen hüpfer wagen...siehe test motorrad

zusätzlich kann mal ne 2. person mit nem zollstock den abstand von achse/schwinge zu nem festen punkt am rahmen messen...z.b. kotflügel, sitzbankkante oder sonst was...möglichst senkrecht...ein mal mit...ein mal ohne fahrer...der fahrer sollte zuvor das fahrkwerk n bisserl durchgautschen und dann nur mit einem fuss am boden stehend ruhig sitzen bleiben während der 2. misst...also maximales gewicht auf dem motorrad belassen...so kannst du deinen durchhang bestimmen...ich kenne die vorgaben seitens triumph nicht und ein endurofahrwerk sollte mehr negativfederweg aufweisen wie ein straßenfahrwerk...bei straßenfahrwerken orientiert man sich daran, dass mit fahrer ca 1/3 des gesamtfederwegs aufgebraucht wird...im rennstreckenbetrieb richtung 1/4 des gesamtfederwegs...bei endurofahrwerken eher richtung 1/2 ...das kannst du eben auch immer wieder mal gut mit dem kabelbinder kontrollieren

die hinterradfederung kannst du gut entlasten indem du den eimer auf den seitenständer stellst, am heck anpackst und den eimer aus der federung nach vorne über den lenker ziehst...ich knicke hierfür den lenker gern nach rechts komplett ein, lege den ersten gang ein und drücke den lenker noch in den rechten anschlag um so das heck über den seitenständer anzuheben...im regelfall bekommt man das fahrwerk so komplett ausgefedert und kann seine messungen mit zollstock durch eine 2. person vornehmen

wenn dein fahrwerk mit fahrer mehr wie den halben weg der kolbenstange aufbraucht würd ich die feder erst mal etwas mehr vorspannen um irgendwo zwischen 1/2 - 1/3 an zu kommen...den abstand der einstellschrauben für die federvorspannung bis zum ende des gewindebereiches messen und notieren, dass du da hin wieder stellen kannst...dann erst mal probefahren...


bevor ICH an der dämpfung/zugstufe eines fahrwerks etwas verändere stell ich immer erst mal den durchhang mit fahrer ein...alles andere ist nicht wirklich zielführend

ich hoffe, dass ich dir etwas helfen konnte


gruß


twinfan
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Hägar
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von Hägar »

Da verstehe ich die ganze Diskussion nicht. Das Originalfahrwerk der XE reicht locker aus um sowohl in engen Kehren als auch weiten Bögen mit sehr viel Schräglage äußerst neutral und handlich zügig vorwärtszukommen. Das das Fahrwerk im Gelände gut funktioniert, bedeutet doch nicht, dass es auf der Straße schlecht ist. Triumph hat sich auch bei der Straßenabstimmung sehr viel Mühe gegeben und einen guten Kompromiss gefunden. Nicht wenige Tester der Fachzeitschriften fanden sogar die XE noch besser auf der Straße als die XC. Die können ja nicht alle blind sein. Das die XE im extremen Heizmodus das Nachsehen gegeüber beispielsweise der Speed Twin hat ist doch wohl auch klar. Dafür ist die XE sehr komfortabel. Ich fahre immer wieder mit Absicht über Schlaglöcher und bin jedesmal aufs neue begeistert. Meine Africa Twin hat diese leider nicht so perfekt ausgebügelt. Für den runden flüssigen Fahrstil auf der Straße ist die XE bestens geeignet.

Das eine 20-30 Jahre alte DR 650 fast kein Losbrechmoment mehr an der Gabel hat ist doch nicht weiter verwunderlich, das hat meine DR 800 Big auch nicht. Wenn ich das Losbrechmoment der Gabel der XE mit dem der Africa Twin vergleiche dann gibt es aber auch da nicht viel zu meckern. Ein Hoppeln wie hier:

https://trueadventure.de/forum/viewtopi ... eln#p77462

konnte ich bei meiner zwar nicht feststellen. Aber die Gabel sprach deutlich später an als bei der XE.

Leider wird hier im Forum wieder ein sehr gutes Triumph-Motorrad wie bei der T120 oder der Thruxton 1200 sehr schlecht gemacht :bad .
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Rainer
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von Rainer »

Ich hab die Scrambler heute auch nochmal gefahren.
Sie hat ein hervorragendes ENDURO Fahrwerk mit langen Federwegen. Das Ansprechverhalten bzw. Losbrechmoment ist sehr gut. Da muss sich nichts mehr einlaufen und es muss auch nichts geschmiert werden.
Wer ein strafferes Fahrwerk will muss es ändern, oder er hat das falsche Motorrad gekauft
Gruß
Rainer
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dirtyharry
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von dirtyharry »

Also, im direkten Vergleich ist das xe Fahrwerk im Verhältnis zur F800gs die ich vorher fast 10 Jahre gefahren bin im WELTEN besser, der Motor sowieso.

Ja etwas straffer, aber das ist auch gut so. Die gs hatte wirklich 0 Rückmeldung von der Straße.

Das einzige was man für den reinen Straßeneinsatz ändern (ich schreib jetzt extra nicht verbessern) könnte währen evtl. etwas härtere Gabelfedern. Die Dämpfer sind meiner Meinung nach super und benötigen überhaupt keine Änderung.
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1200XE
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von 1200XE »

Also,
hier ein Video von einem Öhlins Fachmann, der die Grundeinstellung
der Stoßdämpfer an der 1200 XE sehr gut erklärt :co :

This video is about HOW-TO fine tune your moto suspension. We join Joey with Öhlins Suspension as he walks us through the process! We are using the Triumph Scrambler 1200 XE which has fully adjustable suspension, AND lots of complaints about how harsh it is from the factory. The procedure can apply to any bike out there. Step-by-step You. Can. Do. It!

https://youtu.be/Cd6zpunZyso

Gruß Pit.
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SjS
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von SjS »

bastlwastl hat geschrieben: Dienstag 18. Juni 2019, 18:32 hat den jemand der eifrigen User bereits die Empfehlung aus dem Video getestet was die einstellung angeht ?
Das Video ist prima und beschreibt, wie viele andere Videos eben die Fahrwerkseinstellung.
Ich verstehe nur die Maßangaben von dem Typ nicht. Warum sagt er, dass die XE 200 mm Federweg habe, wo sie doch 250 mm hat. Die XC hat 200 mm. Dementsprechend kommt er auf 67 mm, die das Moped mit Fahrer einfedern darf, ich komme auf 83 mm bei 250 mm Federweg.
Das würde dann auch erklären, warum er dem keineswegs dick wirkenden Fahrer eine härtere Feder empfiehlt.
In der werksmäßigem Einstellung federt die XE bei meinem Gewicht im übrigen ziemlich genau die 83 mm mit mir drauf ein. So hab ich das auch belassen.
Gruß Stefan
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bastlwastl
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von bastlwastl »

die frage ist jetzt . hat der dämpfer 20 oder meint er das moped ?
weil vom winkel her kann ein federbein auch nur 8cm federn aber das moped hat zb. 19 cm federweg.

habs noch nicht nachgemessen. aber wie gesagt Motorradfederweg ist nicht gleich Dämpfer Federweg

ich gehe bei dem Video von 20cm Dämpfer aus . weil messen tut er was anderes (540mm)und bezieht auch den Wert daraus
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FixedGear
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Re: Scrambler XE Federung

Beitrag von FixedGear »

Es lohnt sich auch zu prüfen, ob die Werkseinstellungen tatsächlich eingehalten sind. Bei mir war das der Fall. Sonst einfach mal prüfen.

Gabel ab Werk sollte sein:
Zugstufe auf 2
Druckstufe auf 2

Dazu beide Seiten im Uhrzeigersinn auf Anschlag stellen und dann auf beiden Seiten (TEN und COMP) 2 volle Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn aufmachen.

Heck ab Werk sollte sein:
Zugstufe auf 18
Druckstufe auf 15

Dazu die Druckstufe (oberes Einstellrad) im Uhrzeigersinn schliessen und 15 Klicks aufmachen. Die Zugstufe (unteres Einstellrad) ebenfalls im Uhrzeigersinn schliessen und dann um 18 Klicks wieder öffnen. Wichtig dabei ist: Die Grundstellung ist der erste Klick, der erste gefühlte Klick ist dann schon 2.

Für mich guter Schnitt im Alltag ist:
Gabel Zugstufe auf 3 / Druckstufe auf 3
Heck Zugstufe auf 15 / Druckstufe auf 15

Muss man halt im Auge behalten und gut auf den Hintern hören. Versuchen, längere Zeit mit dem Standard mal zu fahren auf der Hausstrecke und dann probieren, wenn es nicht gefällt. Die neuen Einstellungen dann ebenfalls auf der Hausstrecke testen - da kennen wir die Biegen und Kehren, die Unebenheiten in jedem Eck.

Es grüsst gut gedämpft - der Schweizer aus Basel
Francois
Wolfgang1963
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Motorrad: Bonneville T100 Bj 2014
Thruxton TFC BJ 2019
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Re: Scrambler Federung XE

Beitrag von Wolfgang1963 »

Hallo,
ich habe seit kurzem eine XE. Man kann und sollte die XE nicht einer Thruxton vergleichen.
Ob die XE vorne horizontal federt (manche nennen das Hoppeln). Merkt man das: Ja wenn man untertourig fährt und hin schaut. Fährt sie deswegen schlecht? Nee, hab noch nie ein besseres Fahrwerk an einer Großenduro gesehen. Am Fahren selbst merkt man eigentlich nix. Das Gehoppel gleicht das große Vorderrad komplett aus. Ist halt eine hohe und große Enduro mit langem Radstand. Auf dem Teil fährt man Stunden lang ohne Ermüdung und hat viel Spaß am Kurven auf der Landstrasse. Auch sehr große Fahrer werden mit dem Teil glücklich. Die XE wird als Enduro verkauft und dafür ist Sie eine sehr gute Kiste zum Landstrasse fahren. Ich habe bisher noch keine bessere Großenduro auf der Strasse gefahren und würde sie wieder kaufen. Das Fahrwerk sollte man auf sein Gewicht einstellen. In dem Video zeigen die Kollegen ja, wie das geht. Einfach so machen.
Wer einen Racer haben will, sollte ganz klar ein anderes Moped kaufen. Den Charakter eine Großenduro wird man der XE nicht wirklich abgewöhnt kriegen. Da sollte man genau die Packungsbeilage mit den Nebenwirkungen vorher studieren. Triumph sagt ja deutlich, was man sich da kauft.
Gruß Wolfgang
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GuJo
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Re: Scrambler Federung XE

Beitrag von GuJo »

Hallo Kollegen,

die Federung ist von verschiedenen Faktoren abhängig (Druckstufe, Zugstufe und Federvorspannung).
Weiterhin spielt das Gewicht des Fahrers und der Reifenluftdruck eine Rolle.
Alle oben genannten Parameter der Öhlins-Federelemente können einzeln eingestellt werden.
Vielleicht hilft Euch ja das Youtube-Video weiter, wo ein Mitarbeiter von Öhlins Erklärungen gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=Cd6zpun ... e=youtu.be

Allzeit gute Fahrt.

Servus,

Gunter :3 :co
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